Geschichte des Unterloquitzer Sportvereins

Die Entwicklung des Vereins 

Die Gründung des Vereins erfolgte am 16. Juni 1951 unter dem Namen BSG Aktivist Unterloquitzgrund. Eine Gründungsurkunde existiert nicht. Die Information über das Gründungsdatum stammt aus der „Volkswacht“ vom 23.07.1987. Die Gründung erfolgte im Rahmen der Vorbereitung der III. Weltjugendspiele in Berlin 1951.Die Gründung der BSG Aktivist Unterloquitzgrund war aber nicht der Beginn des sportlichen Vereinslebens in Unterloquitz/Arnsbach. Schon in den 20er/30er Jahren gab es rührige Sportvereine:   den Turnverein, der Radverein der Radwanderer und Kunstradfahrer, den Schützenverein.  

Die Vereinsvorsitzenden 

Über den oder die ersten Vereinsvorsitzenden gibt es keine gesicherten Kenntnisse. Wahrscheinlich war der erste Vorsitzende Sportfreund Rudi Lippmann, der den Vorsitz auch bis 1965 innehatte. Es folgte für kurze Zeit Sportfreund Heinz Probst als Vorsitzender (1966-1968). Am 1. Januar 1968 wurde Sportfreund Jochen Lange zum Vorsitzenden gewählt, ein Saalfelder, der 1967 in den Schiefergruben seine Arbeit aufnahm. Da Sportfreund Jochen Lange auch viele Jahre die Leitung der Sektion Fußball innehatte (1968-1999), waren die Höhen und Tiefen des Vereins mit seinem Namen eng verbunden.1985 wurde Peter Reichmann Vorsitzender. Ihm oblag es im Wesentlichen, die BSG (Betriebs-Sportgemeinschaft) in einen Verein bürgerlichen Rechts zu überführen, was auch gut gelang. Mit der politischen Wende 1989 gab es keinen Abbruch des Vereinslebens. Die 90er Jahre brachten dann ein Vereinsleben ganz neuer Art und damit einen positiven Aufschwung.Seit  2000 ist Heike Herold die gewählte Vorsitzende. 

Die sportliche Entwicklung 

Über die sportliche Entwicklung der ersten zehn Jahre gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Der Verein hatte keinen großen Sportplatz und auch keine Turnhalle. Auf den Halden (im Gelände der heutigen Schiefergruben) existierte ein kleiner Sportplatz, der so seine Tücken hatte. Bälle, die über den Haldenrand flogen, mussten mühselig wieder geholt werden. Eine winzige Behelfssporthalle konnte später auch für BSG-Aktivitäten genutzt werden. Einen kontinuierlichen Spielbetrieb gab es nicht. Über sporadische Sportereignisse wie Sportfeste oder Fußballspiele zu besonderen Anlässen kam man nicht hinaus. Dabei soll es bei den Fußballspielen mitunter schlimme Ergebnisse gegeben haben, man munkelt sogar von einem 0:20. Erst mit Neuformierung der Sektion Fußball im Jahre 1959, dem Bau des Sportplatzes 1961 zischen dem Schwein- und Kreuzbach und der Gründung der Sektion Kegeln 1962 konnte man in der BSG Aktivist Unterloquitz, wie der Verein jetzt hieß, vom regelmäßigen Spiel- und Trainingsbetrieb reden. Diese beiden Sektionen (heute Abteilungen) Fußball und Kegeln waren und sind die tragenden Säulen des Vereins. Nur kurze Zeit - so in der Mitte der 70er Jahre – waren andere Sportarten, nämlich Tischtennis und Judo, die Aushängeschilder der BSG. Lag die Mitgliederzahl ab den 60er Jahren so zwischen 50 und 80, schnellte sie in den 70er Jahren auf 160 bis 180 hoch. Allein die Sektion Judo unter Leitung des Sportfreundes V.Dietzel hatte in der Spitze um die 90 Mitglieder. In diese Zeit fallen auch die Jahre mit den größten sportlichen Erfolgen. Die 1.Männermannschaft der Tischtennis-Sektion spielte Bezirksliga, die Judo-Sportler räumten bei der Kinder- und Jugendspartakiade des Bezirkes Gera Medaillen zu Hauf ab.Die BSG hatte 1975 sechs Sportgruppen: -          Fußball-          Kegeln-          Tischtennis-Wettkampfgruppe (unter H.Trautschold)-          Tischtennis-Volkssportgruppe (unter B.Müller)-          Judo-          Frauengymnastik Bei der Auswertung der Bezirksspartakiade des Jahres 1976 nimmt die BSG Aktivist Unterloquitz hinter den vier großen Saalfeldern Betriebssportgemeinschaften (Motor, Einheit, Lok und Stahl Maxhütte) den 5. Platz im Kreis Saalfeld ein und erhielt den Ehrenpreis des DTSB. Den Löwenanteil der erfolge hatten die Jungen- und Mädchen der Sektion Judo unter der Leitung des Sportfreundes Dietzel. In diese Zeit fällt auch die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen BSG und Trägerbetrieb VEB Vereinigte Thüringische Schiefergruben Unterloquitz. Sowohl Anschaffung von Sportmaterialien sowie Freistellungen zu Wettkämpfen und Trainingslagern wurden großzügig gewährt. In den 80er Jahren erlebte dann die BSG Aktivist Unterloquitz noch einmal einen Aufschwung, als nun endlich am Sportplatz ein den Erfordernissen entsprechendes Sportlerheim errichtet wurde. Bis 1982 gab es auf dem Sportplatz kein fließendes Wasser und keinen elektrischen Strom. Finanziert von der Gemeinde Unterloquitz, erbaut fast unentgeltlich von den Fußballern der BSG und mit Unterstützung des Trägerbetriebes, hatte der Verein nun endlich eine Heimstatt gefunden. Ausdruck der gewachsenen Kraft und des Bewusstseins der Vereinsmitglieder ist das jährlich im Sommer durchgeführte Sportfest des Unterloquitzer Sportvereins, das mit mehreren hundert Zuschauern und Mitwirkenden einen Höhepunkt im Vereinsleben darstellt, sowie der nun schon zu einer guten Tradition gewordenen Vereinsfasching, der nicht nur für Vereinsmitglieder jährlich ein Höhepunkt ist. Gegenwärtig hat der Verein 180 zahlende Mitglieder und es wird in vier Abteilungen erfolgreich Sport getrieben. Die Fußballer spielen derzeit in der 1. Kreisklasse gut mit, außerdem werden Mannschaften im Juniorenbereich trainiert und nehmen am aktiven Spielbetrieb teil. In der Abteilung Kegeln spielen jeweils 2 Frauen- und 2 Männermannschaften auf Landes- und Kreisebene. Die Abteilung Wandern besteht aus ca. 20 Mitgliedern und ist nun schon seit mehr als zehn Jahren monatlich auf „Schusters Rappen“ unterwegs. Die kleine Abteilung Laufen nimmt erfolgreich an zahlreichen Kreisranglistenläufen sowie einzelnen Marathondistanzen im Laufe des Jahres teil. Außerdem kommt einmal wöchentlich eine Gruppe Frauen zum gemeinschaftlichen Aerobic in der Turnhalle Unterloquitz zusammen.

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